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Wettkampfberichte2019-01-12T13:58:24+00:00
608, 2017

„Iceman“ Bieler macht seinem Ruf alle Ehre – grandioses Finale bei DM in Ulm

(Ulm, 04.08.17  (W.B.))

Gerade von den verrückten süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar erholt, liefert Jan den nächsten Kracher ab und wird – nach anfänglichem Holpern und zwischenzeitlicher Führung – mit großartigen 7,40m und persönlicher Bestleistung deutscher Vizemeister.

Der Wettkampf war mit 25 Athleten sowohl quantitativ als auch qualitativ stark besetzt, denn allein 11 Teilnehmer waren in diesem Jahr bereits über 7m gesprungen. Jan Bieler begann mit einem Fehlversuch und sprang dann mit Sicherheitsabstand am Brett beim zweiten Anlauf auf 6,84m. Das bedeutete zunächst Rang 6. Da der dritte Versuch wiederum ungültig war, wurde Jan schließlich auf den 8.Platz durchgereicht und kam mit dem hauchdünnen Vorsprung von gerade mal 1 cm glücklich ins Finale. Die beste Weite des Tages lag zu diesem Zeitpunkt bei 7,11m, was die Reporter des DLV Livestreams nicht von den Sitzen riss und ihre Aufmerksamkeit auf parallele Wettbewerbe lenkte. Sie hätten es besser wissen müssen…

Jan musste im Finale stets als erster Starter antreten. Den 4. und 5. Versuch verschenkte er durch Übertreten, aber die erkennbaren Weiten ließen das Potential erahnen. Trainer Rainer Drechsler hatte viel Arbeit zu verrichten. Immer wieder wirkte er ermutigend auf seinen Schützling ein. Dann begann der 6. Durchgang und da die (sehr guten) Kommentatoren des DLV Livestreams Jan wohl nichts mehr zutrauten, verpassten sie seinen letzten Sprung. Die Kamera musste ganz schnell die Richtung wechseln, nachdem das Stadion laut aufbrüllte: der „Iceman“ hatte wieder zugeschlagen! Kurz zuvor plauderte er noch mit anderen Athleten, lacht und macht Späßchen. Dann steht er ganz ruhig auf der Bahn, 5 verpatzte Sprünge in den Beinen, sprintet los und trifft das Brett, wie man es treffen muss – und mit 7,40m liefert er dem begeisterten Publikum die beste Weite seines Lebens. Jan kennt nur einen Weg und stürmt Rainer in die Arme! Die 7 anderen Finalisten haben jeder noch eine Chance, doch einem nach dem anderen versagen die Nerven, nur Yannick Wolf von der LG München hält stand, springt auf 7,43m und holt sich den Titel. Erster Gratulant: Jan Bieler – Respekt! Ein großartiger Athlet und ein ebenso großartiger Sportsman. Mit seiner neuen Bestleistung erkämpft sich Jan hoch verdient den Titel des Vizemeisters und ist damit überglücklich!

Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Dem Interview mit der Rheinpfalz folgte ein ausführliches Gespräch mit der Bundestrainerin Elke Bartschat, die Jan beglückwünschte und mit den Worten verabschiedete…“na, dann sehen wir uns ja jetzt öfter, ich freue mich darauf.“ Der Nationalkader lässt grüßen – was für ein Tag…

Ergänzung – Statistik:

7,40m bedeuten bei den U18 Jahresbestleistungen:

U18Weltweit:      13. Rang

U18 Europa:        6. Rang

U18 WM 2017 in Nairobi:  4. Rang

U18 EM 2016 in Tiflis:      3. Rang

Jan im Interview mit dem DLV

Als einer von ganz wenigen Zweitplatzierten wurde Jan aufgrund seiner hervorragenden Leistung zum DLV Interview gebeten (nachzulesen auch auf der DLV Homepage):

 „Ich wusste, dass der sechste Durchgang oftmals mein bester ist. Daher habe ich in den Sprung noch einmal alles reingelegt. Ich bin ja vorher auch nicht schlecht gesprungen, die Versuche waren halt nur knapp übergetreten. Ich hatte sicherlich auch Glück, dass ich als Achter in den Endkampf reingerutscht bin. Jetzt bin ich einfach nur mega glücklich. Ich gönne Yannick den Titel. Natürlich gewinnt jeder gerne, aber mein Ziel waren eigentlich nur die Top fünf gewesen.“


www.dlv-xml.de/Storage/EventFiles/17L00000002005102/144728.pdf

www.youtube.com/watch?v=9FcJP6XnHPg&feature=youtu.be&t=8h13m10s

2307, 2017

Spekulationen um eine WM-Teilnahme

Wie wäre es ausgegangen, wenn Jan Bieler bei der Weltmeisterschaft in Nairobi dabei gewesen wäre. Da kann man nur spekulieren. Tatsachen sind aber

  • die beiden deutschen Teilnehmer schieden im Vorkampf mit 6,85 m bzw 7,12 m aus.
  • Jan wäre mit seiner Bestleistung von 7,31 m in den Endkampf gekommen
  • und hätte dort den 6. Platz belegt
  • als zweitbester Europäer
  • Hinter 2 Kubanern, einem Chinesen, einem Südafrikaner und einem Rumänen.

Wie gesagt, alles Spekulationen, aber die Leistung von Jan Bieler kann man jetzt noch besser einordnen.

207, 2017

Wahnsinn!!! Jan Bieler springt WM-Quali

(Wetzlar, 2.7.2017)

„Ein Wahnsinnssprung von Jan Bieler, TSV Freinsheim, 7,31 m“ –  Originalkommentar der begeisterten Stadionsprecherin. Der Weitsprung der U-18 bei den süddeutschen Meisterschaften entwickelte sich zu einem wahren Krimi mit ständig wechselnder Führung. Dies erkannte auch die sehr gute Stadionsprecherin, die ungeachtet der parallel laufenden Wettbewerbe den 6. Durchgang durchkommentierte.

Der Wettkampfverlauf war nichts für schwache Nerven. Die ersten beiden (guten) Sprünge übertrat Jan sehr knapp, sein dritter Versuch, bei dem er einen Sicherheitsabstand einbaute, war 6,70 m weit und das brachte ihn bei 20 Teilnehmer in den Endkampf und zunächst auf den 2. Platz. Bei Sprung 4 und 5 fehlte die nötige Geschwindigkeit und die Brettsicherheit, 6,70 m und 6,68 m waren die Weiten. Nachdem ein Darmstädter Konkurrent beim 5. Versuch mit 6,69 m bedenklich nahe gekommen war, lag Jan vor dem letzten Durchgang auf dem ersten Platz – allerdings nur aufgrund des drittbesten Versuches, denn sein Waiblinger Konkurrent sprang ebenfalls zweimal 6,70 m, beim drittbesten Versuch allerdings nur 6,54 m.

Mit Beginn des Regens wechselte die Führung fast bei jedem Sprung. Der Waiblinger Konkurrent steigerte auf 6,86 m, ein Springer aus Mannheim auf 6,82 m und dann folgte noch ein 7m-Sprung eines Springers aus Königstein (alles persönliche Bestleistungen). Jan befand sich plötzlich auf dem 4. Platz und niemand rechnete mehr mit dem Sieg.

Beim finalen Sprung hielt Jan das hohe Tempo bis zum Absprung, traf haargenau das Brett und nachdem zuerst die 7 auf der Anzeigetafel erschien, hielt ihn nichts mehr auf der Anlage, er stürmte jubelnd zu seinem Anhang.

7,31 m wurden angezeigt, eine Steigerung seiner Bestleistung um 31 cm, selbstverständlich Vereinsrekord, der zweitbeste Sprung aller Zeiten eines 17jährigen Pfälzer, Platz 3 in der aktuellen deutschen Bestenliste und nicht zuletzt überbot er die WM-Quali für Nairobi um 6 cm.

Einziger Wermutstropfen, die Nominierung für die Weltmeisterschaft war schon erfolgt, der Sprung kam zu spät. Seine 3wöchige Verletzungspause war eben zu lang.

2505, 2017

Bieler und Brammert-Schröder Weitsprung Pfalzmeister

(Bad Bergzabern, 20.5.2017)

Beide Teilnehmer des TSV Freinsheim kehrten bei den Pfalzmeisterschaften in Bad Bergzabern mit dem Pfalzmeister-Wimpel nach Hause. Sie ergänzten die guten Ergebnisse der horizontalen Springer der Trainingsgemeinschaft Grünstadt/Freinsheim, denn neben den Freinsheimer Pfalzmeistern gab es weitere Titel und Podiumsplätze der Grünstadter Weit- und Dreispringer.

Die Anlaufumstellung bei Jan Bieler scheint vollzogen, denn der 17jährige glänzte mit einer tollen Serie. Der 3. Versuch wurde mit 6,85 m gemessen, der 5. Versuch mit 6,91 m und im letzten Versuch krönte er seine gute Leistung mit einem abschließenden Satz auf 6,96 m. Leider berührte er bei der Landung mit der Hand kurz den Sand, so dass dieser Abdruck gemessen wurde. Das kostete die Zentimeter, die zu seinem ersten 7-Meter-Sprung in dieser Saison geführt hätten.

Den nächsten Anlauf  macht er am Samstag bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim, bei dem sich die besten Sprinter und Weitspringer Deutschlands um die begehrte Teilnahmeberechtigung bewerben.

Ebenfalls im 6. Versuch sprang bei den W-12 Merle Brammert-Schröder 4,31 m weit. Das bedeutete eine neue persönliche Bestleistung und sie nutzte  ihre Chance, um sich beim letzten Versuch noch an die Spitze des 29 Teilnehmer großen Starterfeldes zu schieben. Merle zeigte eine stark verbesserte Technik und bekam im letzten Durchgang ihre vorher vorhandenen Anlaufschwierigkeiten in den Griff.

Mit dem Gewinn der Freiluft-Pfalzmeisterschaft konnte Merle ihren Pfalztitel in der Halle bestätigen.

Weitere Ergebnisse: Jan 3. beim Diskuswurf mit 34,60 m, Merle 4. beim Hochsprung mit 1,20 m.

1905, 2017

Merle’s Blockmehrkampf-Einstieg

(Hassloch, 13.5.2017)

Nur um wenige Punkte verpasste Merle Brammert-Schröder den Sieg bei den Pfalzmeisterschaften im Blockmehrkampf Sprint/Sprung. Die 12jährige erkämpfte sich mit 1921 Punkten den Vize-Titel, in der gleichzeitig stattfindenden Auswertung für die Bezirksmeisterschaft Vorderpfalz konnte sie sich mit großem Vorsprung den Meistertitel sichern.

Der Hürdenlauf zum Beginn des Fünfkampfes war die Schlüsseldisziplin. Merle fand den Rhythmus nicht und musste sich fortan vom unteren Mittelfeld der Teilnehmer nach oben durchkämpfen. Mit neuen Bestleistungen beim Weitsprung von 4,25 m und über 75 m in sehr starken 10,9 sek setzte sich schnell auf Platz 2, den sie auch nach dem etwa schwächeren Speerwurf innehatte.

Den überragenden Schlusspunkt setzte sie beim Hochsprung, obwohl sie erstmals bei dieser Disziplin antrat. Nach einem Schwächeln bei 1,18 m nahm sie anschließend alle Höhen im ersten Versuch und beendete diese Disziplin mit hervorragenden 1,27 m. Damit verkürzte sie den Abstand zur späteren Pfalzmeisterin aus Landau-Nussdorf auf wenige Punkte.

705, 2017

Weitspringer Jan Bieler „geht fremd“

(Limburgerhof, 6.5.2017)

Endlich wieder den Diskus und die Kugel in die Hand nehmen, darauf freute sich Jan Bieler, der in letzter Zeit immer wieder beim Weitsprung in den Schlagzeilen stand. Die Bezirksmeisterschaften in Limburgerhof boten diese Gelegenheit und dies ließ sich Jan nicht entgehen. Das Resultat waren  Bestleistungen und Vereinsrekorde.

Den Wettkampf begann er mit der 5 kg-Kugel, die der 17jährige erstmals über 13 Meter wuchtete. Gemessen wurden 13,10 m – neuer Vereinsrekord. Die 1,5 kg-Diskusscheibe flog bis auf 37,89 m und wieder war ein neuer Vereinsrekord aufgestellt. Durch diese Leistungen meldet Jan auch Ansprüche bei den Pfalzmeisterschaften an.

Zum Weitsprung trat er auch noch an, 6,72 m war diesmal sein weitester Sprung. Die Anlaufprobleme wurden in der Kurz-Trainingswoche (Feiertag) noch nicht behoben.

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