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Wettkampfberichte2019-01-12T13:58:24+00:00
1207, 2015

Sprung in eine andere Dimension – Jan Bieler Süddeutscher Meister im Weitsprung

(Kassel, 11.7.2015)

Spannender kann kein Wettkampf sein. Jan Bieler zeigte bei den süddeutschen Meisterschaften in Kassel keine Nerven und beendete den Weitsprung-Krimi mit dem Titelgewinn.

Der Einstieg war passabel. Absprung vor dem Brett, 5,81 m. Wie sich später herausstellte, hätte dies nicht für den Endkampf gereicht, man musste über 6 Meter springen. Schließlich waren die besten Weitspringer aus Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland am Start. 23 Springer waren gemeldet, 19 am Start. Jan mit 6,30 m auf dem 4. Platz der Meldeliste. Dauerkonkurrent Timo Meier flog mit 6,08 m weiter. Noch besser der bayrische Meister Nick Kocevar aus dem Kurort Bad Endorf. Er freute sich riesig über 6,43 m!

Zweiter Versuch. Jan traf halbwegs das Brett, 6,23 m. Jan‘s Trainer rief: “Damit kann man leben“, war schon zufrieden. Jan hielt zur Bestätigung den Daumen hoch. Die Konkurrenten konnten sich im zweiten und dritten Versuch nicht mehr steigern, Jan sprang beim 3. Versuch auf 6,16 m, musste sich einige Technikkorrekturen von seinem Trainer anhören.

Es ging in den Endkampf in der Reihenfolge Nick vor Jan und Timo. Der Krimi begann im 4. Versuch. Ein Konkurrent kam mit 6,22 m dicht an Jan heran, dann sprang Timo mit 6,43 m Bestleistung. Die Freude von Timo hielt jedoch nicht lang, denn direkt nach ihm steigerte sich Jan auf unglaubliche 6,48 m. Riesenfreude, keiner zweifelte mehr am Sieg. Ungültig der 5. Durchgang bei Jan. Direkt hinter ihm durfte Nick jubeln, denn er sprang ebenfalls 6,48 m und ging damit wieder in Führung, denn er hatte bei gleicher Weite von 6,48 m mit 6,43 m gegenüber 6,23 m den zweitbesten Versuch.

Der letzte Durchgang: Timo übertrat, wurde damit Dritter. Dann Jan: Erneut ein Riesensatz und als die Weite verlesen wurde, kannte der Jubel keine Grenzen mehr: 6,44 m, damit um einen cm besseren zweitbesten Sprung und damit erneut die Führung! Aber der letzte Sprung gehörte Nick. Übergetreten, damit stand der Sieg von Jan und damit der Titel eines süddeutschen Meisters fest!

Unglaublich, wenn man bedenkt, dass Jan vor 2 Wochen noch eine Bestleistung von 6,08 m hatte!

Nun darf man mit Optimismus den deutschen U-16-Meisterschaften in Köln entgegensehen.

Hochachtung auch vor dem Zweitplazierten Nick Kocevar, der nach einem großartigen Duell denkbar knapp geschlagen wurde und dennoch Jan ganz herzlich gratulierte.

PS: Der Autor ist noch emotional von diesem Wettkampf geschädigt, deshalb die etwas andere Berichterstattung.

607, 2015

Jan’s nächster Sahnetag

(Neuwied, 4.7.2015)

Endlich schmerzfrei setzte Jan Bieler bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der U-16 zu neuen Höhenflügen an. Eine Quali zur deutschen Meisterschaften und drei Vereinsrekorde waren die beeindruckende Ausbeute.

40 Grad im Schatten, über 50 Grad auf der Tartanbahn, wahrlich nicht gerade die besten Bedingungen für einen erfolgreichen Wettkampf.

Kurz nach 12 Uhr ging es mit dem Speerwerfen los. Beim zweiten Versuch segelte das 600g-Gerät auf 40,77 m, neue Bestleistung und Vereinsrekord. Damit übernahm Jan kurzzeitig die Führung. Am Ende blieb es bei dieser Weite und dem 2. Platz.

3 Stunden Wartezeit bis zum nächsten Wettkampf, die Jan mit Vater in einem nahegelegenen Kaufhaus bei angenehmeren Temperaturen verbrachte. Die Pause brachte Jan aus dem Rhythmus, schwer fand er in den Kugelstoßwettkampf. Erst im 3. Durchgang konnte er sich mit 12,22 m die Endkampfteilnahme sichern, musste aber um seinen zwischenzeitlichen 4. Platz bangen, denn der 5. kam mit 12,20 m und 12,21 m bedenklich nahe heran. Beim 5. Durchgang explodierte Jan. Extrem tief ging er in die Ausgangstellung und traf die Kugel optimal: 13,22 m, damit verbesserte er den eigenen Vereinsrekord um 30 cm und belegte den 2. Platz.

Nur kurz die Pause, dann ging es mit Diskus und Weitsprung weiter. Beide Disziplinen hatten Zeitplanverzögerungen, so dass sich Jan entscheiden musste, was er mitmachte. Er ging zuerst zum Diskus, wo er nach einem ungültigen ersten Versuch beim 2. die Scheibe auf 36,83 m segeln ließ. Danach verabschiedete er sich vom Diskuswerfen, um sich ausgiebig auf den Weitsprung vorzubereiten. Beim Diskuswerfen, das er nach dem 2. Durchgang noch anführte, wurde er mit seinem einzigen vermessenen Wurf 4.

Mehr als 5 Stunden war der Wettkampftag alt, als er in der Gluthitze mit dem Weitsprung begann. Erster Versuch 5,80, vor dem Brett abgesprungen. Schon hier zeigte sich, dass er mit höherer Anlaufgeschwindigkeit auf den Balken zulief. Mit dem 2. Versuch von 6,12 m übertraf er seinen bisherigen Vereinsrekord und setzte sich an die Spitze. Beim 3. Versuch stimmte (fast) alles. Auf dem Brett, sehr gute Anlaufgeschwindigkeit und eine akzeptable Landung. Nach Bekanntgabe von 6.30 m bei leichtem Gegenwind setzte Jan zu einem Jubellauf an (so schnell wünscht ihn sein Trainer eigentlich über 100 m). 6,30 m, das war der Sieg und die Titelverteidigung, das war natürlich neuer Vereinsrekord und das wichtigste – die Quali zur Deutschen U-16-Meisterschaft in Köln. Aktuell verbesserte er sich auf Platz 14 der deutschen Bestenliste.

Damit war auch die Spannung weg. Auf den 4. Versuch verzichtete Jan, den 5. lief er durch (sein langer Schritt wurde mit 3,92 m vermessen) und zum 6. Versuch trat er auch nicht mehr an.

Damit fährt Jan Bieler gut gerüstet zu seinem nächsten Wettkampf, den Süddeutschen Meisterschaften nach Kassel, wo Weitsprung und Diskuswerfen auf dem Programm steht.

2806, 2015

Dorothea’s nächster Sieg

(Glan-Münchweiler, 19.6.2015)

Mit einem weiteren Sieg beendete Dorothea Braun den Schülerlauf im Vorprogramm des Mitternachtslaufes von Glan-Münchweiler. Das gleichzeitig stattfindende Hof- und Straßenfest bescherte den Läufern zahlreiche Zuschauer, die die Läufer kräftig anfeuerten. Dadurch motivierte übernahm Dorothea mit ihrem Trainingspartner David Mahnke von der TSG Grünstadt sofort die Führung. An den beachtlichen Anstiegen musste sie David und weitere Jungs laufen lassen,  blieb bei den Mädchen aber noch deutlich vorne. Insgesamt  wurde sie unter 165 Startern 6. und gewann sowohl die Altersklassenwertung U-14 als auch die Gesamtwertung der Mädchen. Die 2 km lange Strecke lief sie in 9:30 min.

2006, 2015

Pfalzmeisterschaften Blockmehrkampf

(Landau, 13.6.2015)

Heute einmal der Bericht aus der Sicht eines leidgeprüften Vaters. Jan Bieler wurde beim Blockmehrkampf Wurf Pfalzmeister und Vereinsrekordler und qualifizierte sich mit 2808 Punkten auch in diesem Mehrkampf für die deutschen Meisterschaften. Jan wurde unter anderem auch von seinem Vater betreut, da der Autor  6 Wettkämpfer in 6 verschiedenen Riegen zu betreuen hatte (36 Wettkämpfe) und nicht bei jeder Disziplin  dabei sein konnte. Wolfgang Bieler, der Vater, beschrieb seine Empfindungen mit folgenden, eigenen Worten:

1. Hürden 12,11 – korrigiert 12,15 = PB

danach kamen die Schmerzen wieder, weil sich Jan aber so auf die Wurfdisziplinen gefreut hat, kam der Plan auf, die 100m ganz locker an der Schmerzgrenze zu laufen.

2. Und das hat mit 12,73 gut funktioniert.

3. Kugel – der Krimi, scheinbar braucht er das und da sich der Weitsprung nicht geeignet hat, weil da ohnehin nicht viel zu erwarten war, hat er sich was Neues einfallen lassen.

Der erste Versuch knapp über 11m, Schock! Keine Ahnung, was los ist. Der zweite Versuch ein Abbild vom ersten = 11m. Eine Mischung aus Panik, Angst und Verzweiflung. Dann dreht sich Jan um und geht in eine stille Ecke. Der andere Trainer spricht mich an… das wird nix mehr, keine Chance, der Druck ist viel zu groß… Jan macht 2-3 Trockenübungen, schaut zu mir rüber, fletscht die Zähne und zeigt mir die Faust. Ergebnis bekannt… 12,58m – man, das kostet mich Lebensjahre…

4. Diskus. Schwierige Bedingungen, erst warm machen, dann 30 Min. Stillstand. Erster Versuch ins Netz, zweiter über 38m und der dritte auf 39,17m – was hat der Bursch für Nerven!

5. Weitsprung. Da uns den ganzen Tag de DLV Rechner begleitete, wussten wir, es müssen NUR NOCH 5,35m werden. Der Plan= schmerzfrei, locker anlaufen und springen, Hauptsache springen, egal von wo, egal mit welchem Bein… erster Versuch, der Sprung ins Glück = 5,66

Ende gut, alles gut = 2808 (Quali 2775) Punkte, Vereinsrekord und Quali – und jetzt eine Woche Klassenfahrt zum feiern ;-)))

So, es war zu spannend, um einfach nur Zahlen zu liefern, Entschuldigung!

Wolfgang Bieler

1106, 2015

Doro siegt international

(Ossiach, 5.6.2015)

Ein Familienfest nahm Dorothea Braun zum Anlaß, internationale Laufluft zu schnuppern. Deshalb startete sie im Rahmenprogramm des Internationales Nachthalbmarathons rund um den Ossiacher See (Österreich) beim U-12/14-Lauf über 1600 m.

Bei 32 Grad  musste eine 400 m-Runde mit einer beschwerlichen Steigung viermal durchlaufen werden. Selbst die unbekannte Konkurrenz konnte Dorothea nicht davon abhalten, wie gewohnt sofort das Tempo der Läufergruppe von der Spitze weg zu diktieren. Mit über 6 Sekunden Vorsprung wurde sie in 6:26,8 min einmal mehr das schnellste Mädchen, im Gesamtklassement des aus Jungs und Mädchen bestehenden Laufes belegte sie den sehr guten 5. Platz.

3105, 2015

Pfalztitel für Jan Bieler und Dorothea Braun

(Zweibrücken, 30.5.2015)

Einen erfolgreichen Nachmittag erlebten die TSV-Leichtathleten bei den Pfalzmeisterschaften Teil 2 in Zweibrücken. Jan Bieler und Dorothea Braun sammelten 4 Meisterschaftswimpel, Dominik Sievert blieb über 300 m nur knapp über seiner Bestzeit.

Nach den bisherigen Saisonergebnissen ging Jan Bieler in der Klasse M-15 in den Wurfdisziplinen als Favorit in die Wettkämpfe. Während er beim Kugelstoßen mit 12,72 m noch souverän gewann, machte sich beim Speerwerfen und Diskuswerfen eine gewisse Nervosität bemerkbar. Beim Diskus wirkte sie sich durch viele ungültige Versuche und unsauberer Drehung aus, beim Speerwerfen traf er das Arbeitsgerät erst beim 4. Durchgang zu einem befreienden weiten Wurf.

Dank seines enorm starken Armzuges siegte er beim Diskuswerfen mit 38,68 m, beim Speerwerfen führte ein bewußt auf Technik und ohne Kraftaufwand geführter Versuch zum Titel mit 38,40 m.

Der gleichaltrige Dominik Sievert verfehlte mit 42,72 sek über 300 m knapp seinen eigenen Vereinsrekord, belegte aus 2 Zeitläufen den  insgesamt 6. Platz.

Dorothea Braun, W-13, nutzte über 2000 m die Gunst der Stunde, die durch das Fehlen ihrer stärksten Konkurrentin entstand (diese meldete zu 800 m der W-14 hoch). Sofort ging sie in gewohnter Weise an die Spitze des zahlenmäßig großen Läuferfeldes, das aus allen männlichen und weiblichen Teilnehmer der Altersklassen 12 und 13 bestand. Nach einer Führung von zeitweise 30 m vor der gesamten restlichen Konkurrenz musste sie zwar in der letzten der 5 Runden  dem hohen Anfangstempo Tribut zollen, überquerte jedoch als klare Siegerin  ihrer Altersklasse in neuer Bestzeit von 7:57,11 min (Vereinsrekord) die Ziellinie.

Damit wurde  Dorothea nach mehreren 2. Plätzen in der Vergangenheit erstmals der Wimpel für einen Pfalztitel überreicht.

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